Jens Spahn will im Kampf gegen Corona zusätzliche Milliarden für Kliniken bereitstellen
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will Krankenhäuser und Kliniken im Kampf gegen Corona mit insgesamt bis zu 4,3 Milliarden Euro unterstützen. Spahn hat dafür den Entwurf für ein Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) vorgelegt, mit dem das am 03.06.2020 von der Koalition beschlossene "Zukunftsprogramm Krankenhäuser" umgesetzt werden soll. Das Bundeskabinett hat den Antrag bereits gebilligt. Voraussichtlich im Oktober 2020 soll das Gesetz in Kraft treten.
UV-Desinfektionsroboter förderfähig
Laut dem von Spahn vorgelegten Gesetzentwurf sind unter anderem auch Investitionen in robotikbasierte Systeme und Automaten zur Desinfektion förderfähig. In diese Kategorie fällt auch der UV-Desinfektionsroboter der Hartmann GmbH, mit dem Intensivstationen, OP-Säle und Patientenräume mittels hochenergetischer ultravioletter Strahlung desinfiziert werden, die auch dem Corona-Virus zu Leibe rückt. Dieses Gerät befährt Räume vollautomatisch und autonom, so dass seine intensive UV-Strahlung auch die entlegensten Schattenbereiche erreicht und ohne dass die Anwesenheit eines Menschen nötig ist. Mit der ebenfalls förderfähigen persönlichen Schutzausrüstung kann man dem Roboter dennoch direkt bei der Desinfektion beiwohnen.
Modernisierung von Krankenhäusern
Wie Jens Spahn in der ARD-Tagesschau am 02.09.2020 erklärte, soll mit dem Gesetz ebenfalls die Digitalisierung und Vernetzung von Krankenhäusern, das Medikationsmanagement, Patienten-Dokumentation, IT-Sicherheit und die Notfallversorgung vorangetrieben werden.
Spahn sagte, dass mit diesen Maßnahmen die bereits erreichte Balance zwischen Infektionsschutz und Alltag erhalten werden soll und dass neue drastische Beschränkungen vermieden werden sollen. Einer vom Bundesgesundheitsministerium am 02.09.2020 herausgegebenen Pressemitteilung zufolge sollen die 4,3 Milliarden Euro von Bund und Ländern aufgebracht werden. 3 Milliarden Euro kommen vom Bund, weitere 1,3 Milliarden Euro sollen die Länder bereitstellen.
Krankenhäuser können sich bereits jetzt dafür bewerben. Die Investitionskosten in die Geräteausstattung der Krankenhäuser übernehmen die Länder.